|
|
" Menschen , wie Du und ich, oder ? "
Das Übergewicht ein Leben lang ein Thema für sich.Schon als Kind bekam
ich , um nachts ruhig zu sein, damit mein Vater schlafen konnte, dicken
Mondamin - Brei. Mein Vater der schwer arbeiten musste, sollte doch
schlafen. Ja, so war es damals, denn die Wohnungen waren rar und meine
Eltern bekamen erst Mitte der Fünfziger Jahre eine größere Wohnung in
der Werftstraße in Moabit, wo auch in der Straße unser Laden war. Als
Kind im Schwimmverein hatte ich immer großen Appetit und ein
Kohlenhändler hatte immer gut zu essen .Es ging uns ja gut.Der Sport
später, das Kugelstoßen, auch dort brauchte man Kraft, also Fleisch
satt. Als ich 18 Jahre alt wurde, hungerte ich mich auf 60 Kg, (für mich
sehr wenig), denn ich wollte ja tanzen gehen und mich um die Männerwelt
bemühen. Das gelang mir auch, wenn auch unter Qualen.
Als ich nach der Schwangerschaft wieder stark zugenommen hatte,wieder
"ABNEHMEN". Das SCHWARZGEDRUCKTE in der Zeitung setzt schon bei mir an
und wer möchte sich nur immer zügeln!? Nun ging es wieder mit dem
Gewicht, als ich aber dann mit der Scheidung und dem Tod meines Vaters
1981 die starke Tochter, an der Seite meiner Mutter sein musste, war es
wieder um mich geschehen.... 1989 die Krebserkrankung, aus Angst habe
ich gegessen, es schmeckte noch, einige Lebensmittel nicht, dafür
ANDERE, die nicht gerade schlank machten. Haare blieben, ein Wunder,
aber auch das Gewicht, bis heute. Viele Dinge habe ich ausprobiert, aber
anscheinend brauche ich so einige Polster, Puffer, um mein Leben
auszuhalten.Beweglich war ich immer, nie bequem, sitzen , nur wenn sein
muss.Ich brauchte ebend immer viel Kraft für das Leben, aber für das
ABNEHMEN fehlt sie mir bis heute. Auch koche ich gern und gut und esse
sicherlich auch falsch. Alles weiß ich und versuche mein GLÜCK immer
wieder,wenigstens kurzfristig. 3000 Schritte 2008 mit Ulla Schmidt,
Ex-Gesundheitsministerin, nunmehr unsere "Walkinggruppe" mit
Gespräche.Man sollte meine Bemühungen nicht als SCHWÄCHE auslegen,
Fehler hat JEDER, sie machen doch auch nur menschlich.Wenn nur nicht das
schlechte Gewissen immer wäre, nun gut fangen wir wieder neu an
abzunehmen. Jeder Tag ist ein neuer Anfang?!!!
Ja meine Schwächen, auch die sind natürlich vorhanden,ich bin nicht
immer die tolle Vorsitzende, die ALLES schafft.Die letzten Worte meiner
Mutter vor ihrem Tod waren, meine Tochter schafft doch ALLES. Was meinte
sie damit? 2008 die große
Veranstaltung im Poststadion mit Ulla Schmidt und vielen
Persönlichkeiten des Sportes und des Films, wie Sandra Völker, Jeanette
Enders, Jeanette Biedermann usw.. Inzwischen war ich ca.3 x mit Ulla
Schmidt beisammen, vor ca. 6 Wochen trafen wir uns mit meinem Freund
Holger Blume, Ulla Schmidt zum persönlichen Kaffeeklatsch in ihrem
jetzigen Abgeordnetenbüro UNTER DEN LINDEN. Wir sind ein Jahrgang und
verstehen uns menschlich prima. Sicherlich werden wir mit Frau Schmidt
noch so einige Projekte starten. Frau Prof. Rita Süßmuth lernte ich
ebenfalls bei einer Veranstaltung kennen, eine sehr liebenswerte tolle
Frau, die zum Abschluss sagte, Frau Jensch "NICHT NACHLASSEN, IMMER
KÄMPFEN " , na klar das tue ich schon.Ohne Angst bewältige ich diese
Dinge, aber .....wenn man wüsste, dass ich Angst hatte in der Schule,
aus Angst vor einer Lehrerin die Klasse wechselte, Angst vor Ärzten habe
und zu wenig zum Arzt gehe !!!! Angst, Angst, Angst, dann teilweise das
Gegenteil, das ich mir sage, was habe ich zu verlieren.....Ja aber da
ist mein Sohn, meine Angela, mein Sportverein, meine lieben
Menschen....Ich möchte doch noch lange da sein.....Viel oder alles wurde
durchlebt, geholfen hat mir immer mein Sportgeist! Wegen dieser
Schwächen verstehe ich auch sehr sehr viele Menschen mit vielen
Problemen, denn ich hatte sie meist selbst und nicht vergessen. Auch
habe ich mich immer für die "Unfreundlichkeit" meiner Mutter geschämt
und wollte immer anders sein. Meine Mutter ist ein Kapitel für sich,
aber sie soll in Frieden ruhen. Ich habe getan, was ich konnte und war
immer für sie da. Sie war ein schwieriger, sehr schwieriger Mensch, bin
ich es auch, hoffentlich nicht, aber damit muss ich nicht auch noch
meine Leser belästigen. Ich wollte immer das Gegenteil von meiner Mutter
sein, einfach nur menschlich , nett und hilfsbereit, ich hoffe, es ist
mir gelungen, machen wir einfach weiter so.
|
|