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Wer hat nicht Angst davor, gesagt zu bekommen,
" Sie haben Krebs ".......
Ich war gerade mal 39 Jahre, mein Sohn Michael 14 Jahre,
ich arbeitete gerade seit 18 Monaten bei der AEG.
Meine Mutter war seit dem Tod meines Vaters depressiv geworden
und in Behandlung.Alles war plötzlich nicht mehr in Ordnung!!!!!
Wie sollte ich das überleben und mein Kind?
Als alleinerziehende Mutter auch noch besonders schwierig.
Wenn ich heute höre, ich habe es geahnt, denke ich ,
ja ich wußte es irgendwann, auch ohne ÄRZTE, das da WAS nicht
stimmte.
Natürlich war es furchtbar, aber wer diese Situation kennt, weiß,
es gibt nur ein VORWÄRTS. 5 Wochen schlimmsten Krankenaufenthalt,
6 schwere Chemotherapien und 32 unerträgliche Bestrahlungen im
damaligen Bunker im Moabiter Krankenhaus, dort !!!!! wo ich 1949 !!
geboren wurde, im Bunker des Krankenhauses. Die Treppen fielen mir
schwer zu laufen, denn man bestrahlte auch die Lunge. Eine
Totaloperation,
wie sollte ich das verkraften, aber man verkraftet ja VIELES.
Es mußte und wurde ALLES überstanden, 1 Jahr schwerste Erkrankung,
nach einem Jahr konnte ich wieder arbeiten gehen, ein Hamburger
Modell machen, erst 4 Stunden, dann 6 und dann wieder voll.
Ich war dann wieder irgendwann da! So einige nette Kollegen sagten,
ach sie leben ja noch!!!!! werde ich nicht vergessen.....
Aber zum Glück gab es meine Mutter, die sich sehr trotz Angst
bemühte,
meine Ex-Schwiegereltern, die bis heute eine sagenhafte
Familienbindung zum
Enkel und mir haben. Nicht zu vergessen meine Freundin Angela, die
in
allerschwersten Stunden mir zur Seite stand. Bei der 5.Chemo bin ich
aus
dem Krankenhaus geflüchtet. Bei der 6.Chemo, kamen nachts die
Trabbis
über die Grenze und ich dachte , ich träume.
Angela wußte immer Rat, verreiste mit mir nach Sylt. Das tat gut!!!!
Wenn ich heute , 21 Jahre daran denke,weiß ich, ich mußte es
erleben,
um der Mensch zu werden, der ich heute bin.......
Ich hoffe , ich kann vielen meinen Lieben, in großer Dankbarkeit zum
Leben,
heute etwas zurückgegeben. Nämlich die Liebe und Freude zum Leben
ist
einfach einmalig und Dankbarkeit hat man oft vergessen.
Ich lebe nunmehr anders, auch wenn durch Arbeitslosigkeit und durch
die
Behinderung meines Sohnes, das Leben "ANDERS VERLÄUFT".
Ich lebe und möchte vielen netten lieben Menschen helfen und
weiterhin
ehrenamtlich arbeiten dürfen. Meiner Familie DANK sagen und hoffen,
dass auch die Ängste noch verfliegen, die ab und zu im Kopf noch
sind,
auch in dem meines SOHNES, meines KINDES. Es sitzt zu tief um es
zu vergessen. Aber trotzdem hat jedes Leid etwas GUTES,
das Leben danach ist schöner und intensiver.
Die Sonne scheint wieder, genießen wir es doch ALLE.
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